17 | 05 | 2012

Frequently Asked Questions

Hier finden Sie Antworten zu den häufig gestellten Fragen (FAQs):

Wie sind die Berufsaussichten?

Das Studium Molekulare Medizin bildet Sie für eine Karriere als Wissenschaftler aus. Es ist kein Medizinstudium, das zum praktizierenden Arzt qualifiziert!  Von 1999-2007 war die Molekulare Medizin ein Diplomstudiengang. Jeder diplomierte Molekularmediziner hat bis jetzt eine Stelle zur Promotion erhalten. Unsere Absolventen arbeiten an Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland und in der Industrie.

Seit dem Wintersemester 2007/2008 kann Molekulare Medizin als konsekutiver Bachelor/Master of Science-Studiengang absolviert werden. 2010 und 2011 haben die ersten Studierenden den B. Sc. abgeschlossen. Fast alle Absolventen haben sich für eine Fortsetzung des Studiums im M. Sc. entschieden. Die Berufsaussichten promovierter Molekularmediziner sind als exzellent einzuschätzen.

Wie viele Studienplätze gibt es?

Der Studiengang Molekulare Medizin ist zulassungsbeschränkt. Zum Wintersemester  werden ca. 40 Plätze im B. Sc. und ca. 35 Plätze im M. Sc.  Studiengang vergeben.

 

Ich habe einen Abiturschnitt von 1,x. Werde ich einen Studienplatz erhalten?

Der N.C. steht nicht vorher fest, sondern wird nach der jeweiligen Bewerbungsphase errechnet. Der N.C. im Wintersemester 2007/08 lag bei 1,1. Die aktuellen NC-Werte sind hier einzusehen.

Ich habe einen Abiturschnitt von 2,x. Werde ich einen Studienplatz erhalten?

Mit einem Abiturdurchschnitt von 2,x ist die Chance, bei der Erstzulassung oder über die Nachrückverfahren einen Studienplatz zu bekommen, als gering einzuschätzen. Es besteht die Möglichkeit ein Medizin-, Biologie-, Chemie-, Humanbiologie,- ,.. Studium zu beginnen und sich in einem höheren Semester für einen Quereinstieg zu bewerben. Ein freier Studienplatz kann aber auch in diesem Fall nicht garantiert werden.

Ist ein Quereinstieg möglich?

Prinzipiell ist ein Quereinstieg aus verwandten oder ähnlichen Studienprogrammen (Molekulare Medizin anderer Universitäten, Molekulare Biomedizin, o. ä.) möglich. Wichtigste Voraussetzung ist, dass in Erlangen ein Platz frei ist. Ein Quereinstieg wird umso einfacher für Sie, je mehr Ihr bisheriges Studienprogramm in seinem modularen Aufbau dem Erlanger Studienprogramm gleicht.



Wann kann ich mit einer Antwort auf meine Bewerbung rechnen?

Die Zulassungsstelle der Universität Erlangen-Nürnberg verschickt Ende August/Anfang September sowohl Zu- als auch Absagen an die Bewerber. Telefonische Nachfragen zum Stand der Bewerbung können leider nicht beantwortet werden.

Sollten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Zusage bereits an einer anderen Universität immatrikuliert sein, Ihr Angebot aus Erlangen aber dennoch wahrnehmen wollen, so ist eine Exmatrikulation an der anderen Universität in der Regel mit keinerlei Schwierigkeiten oder finanziellen Nachteilen verbunden.

 

Finden Nachrückverfahren statt?

Nachrückverfahren finden nur dann statt, wenn sich nach der Erstzulassung weniger Studenten eingeschrieben haben, als Studienplätze vorhanden sind. Die frei gebliebenen Studienplätze werden im Nachrückverfahren besetzt. 

 

Warum finden keine Auswahlgespräche statt?

Entgegen der allgemeinen Tendenz zweifelt der Lehrstuhl für Molekulare Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg an der Aussagekraft von Auswahlgesprächen zur Vergabe der Studienplätze. Nach unserer mehrjährigen Erfahrung ist die Abiturnote nach wie vor der beste Vorhersagewert für den späteren Studienerfolg.

Insgesamt wünschen wir uns im stark fachorientierten Studiengang Molekulare Medizin gebildete Studenten und Absolventen, die auch über den fachlichen Tellerrand hinausblicken können. Etwaige naturwissenschaftliche Rückstände nach einem evtl. sprachlich geprägten Abitur sind erfahrungsgemäß durch die gründliche Ausbildung im ersten Studienjahr schnell aufgeholt. Wie die Ergebnisstatistik der letzten Jahre zeigt, ist die Leistungsverteilung im Studiengang ausgesprochen homogen auf einem sehr hohen Niveau.

 

Welche Vorkenntnisse braucht man?

Leistungskurse in Biologie oder Chemie sind hilfreich, um erste Startschwierigkeiten zu vermeiden, aber nicht unbedingt erforderlich. Das erste Studienjahr behandelt vorwiegend die naturwissenschaftlichen Fächer (Physik, Mathematik (Statistik), Physikalische/Organische/Anorganische Chemie), so dass unterschiedliche Wissensstände angeglichen werden. Lateinkenntnisse sind zum Erlernen der medizinischen Terminologie hilfreich, aber keine Zulassungvoraussetzung. Englisch ist Wissenschaftssprache und sollte sicher beherrscht werden. Wissenschaftsenglisch in Schrift und Wort ist Inhalt des Curriculums.

Wie ist Erlangen als Stadt?

Klein aber fein. Siemens baut ein Innovationszentrum für Start-Ups in der Medizinbranche und Erlangen selbst möchte die Medizinhauptstadt Deutschlands werden. Dementsprechend fallen leider auch die Mieten relativ hoch aus (ca. 250 € für 20qm warm). Die Gebäude der Medizinischen Fakultät gruppieren sich im Stadtkern um den Schloßgarten herum. Mit dem Fahrrad kann man alles bequem erreichen. Nürnberg ist mit der Bahn in ca. 20 min zu erreichen.

Wo arbeiten die Absolventen der ersten Jahrgänge?

Hierzu äußert sich gerne Dr. rer. nat. Dipl.-Mol.Med. Sven Fraterman, Absolvent des ersten MolMed Jahrgangs:

"Die meisten, wenn nicht sogar alle Absolventen, sind sehr gut untergekommen. Viele promovieren an ausländischen Spitzenuniversitäten (z.B. Harvard, Oxford, Karolinska) oder renommierten Forschungsinstituten (MPIs, EMBL). 
Ich denke, dass das Studium in Erlangen ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Promotion und spätere Karriere ist. Ich habe gerade meine Jobsuche für die Zeit nach der Promotion beendet und habe auch aus der Industrie nur positives Feedback bekommen. 

Grüße, 

Sven Fraterman"

Wo liegen die Forschungsschwerpunkte in Erlangen?

Als wichtiger Standort der medizinischen Forschung bietet Erlangen in den Instituten und Kliniken der Friedrich-Alexander-Universität hervorragende Arbeitsmöglichkeiten für Studierende und Doktoranden. Dabei konzentriert die Medizinische Fakultät ihre Aktivitäten auf mehrere Forschungsschwerpunkte:

  1. Tumorforschung, Infektion, Entzündung und Immunologie
  2. Neurowissenschaften
  3. Herz-, Kreislauf- und Nierenforschung
  4. Medizintechnik
  5. Genetik und Genomik

Viele Projekte werden in enger Kooperation mit der Naturwissenschaftlichen und der Technischen Fakultät verfolgt. Aktuelle Informationen über laufende Forschungsvorhaben der Medizinischen Fakultät bieten die Internet-Darstellungen der Institute und Kliniken sowie die HomePage des Forschungsreferats unter:

http://www.forschungsreferat.med.uni-erlangen.de

Der Studienort Erlangen für das Fach Molekulare Medizin wurde vom Wissenschaftsrat durchweg sehr positiv evaluiert.

Sind die Semesterferien wirklich frei?

In der vorlesungsfreien Zeit finden regelmäßig auch Kurse oder Praktika statt, so dass nicht die gesamte Zeit frei ist. Zudem gibt es in den höheren Semestern laborexperimentelle Wahlpflichtkurse, die häufig als Blockpraktika durchgeführt werden, wozu sich ebenfalls die Semesterferien anbieten.

Die Termine der Semesterferien und Vorlesungszeiträume der kommenden Jahre können hier eingesehen werden.

Kann man nach dem MolMed-Studium am Patienten arbeiten?

Nein. Die Arbeit am Patienten erfordert eine Approbation als Arzt und setzt somit ein Humanmedizinstudium voraus. Der Studiengang Molekulare Medizin schließt mit dem Bachelor of Science/Master of Science ab. Diese Abschlüsse eröffnen die Möglichkeit einer Promotion zum Dr.rer.nat.

Gibt es eine spezielle Betreuung während des Studiums?

Jeder Student bekommt am ersten Tag einen Mentor zugeteilt (per Los). Dabei handelt es sich meist um Abteilungsleiter verschiedener Institute, die während des gesamten Studiums als Ansprechpartner zu Verfügung stehen. Bei ihnen gibt es auch Empfehlungsschreiben, Praktikumsplätze oder HiWi-Jobs. Außerdem erhält jeder Student einen persönlichen studentischen Ansprechpartner aus dem 3. Semester, um den Kontakt zwischen den Semestern zu verbessern. Für alle Fragen zum Studium stehen die Studiengangskoordinatoren zur Verfügung.

Plus/Minus?

Plus Minus
  • Mentorenprogramm
  • Kleine Kurse
  • Zukunftsweisender Studiengang
  • nur 40 Studierende pro Jahr
  • Modernste Laborausstattung
  • international renommierte Wissenschaftler als Dozenten
  • Ruf als Besserwisser und Streber
  • hohe Mieten

 

Uniranking?

Lohnt sich das MolMed-Studium in Erlangen? Ist es sinnvoll, für MolMed nach Erlangen zu kommen, obwohl sich in einigen Studienführern kritische Bemerkungen über andere Erlanger Studiengänge finden ?

Jeder Studienbewerber sollte sich zunächst fragen, ob er oder sie die Bewertungskriterien des jeweiligen Studienführers teilt. Aus der Bewertung anderer Studiengänge mit einem völlig unterschiedlichem Aufbau läßt sich für MolMed nur wenig ableiten.
Das wichtigste Kriterium für einen Studiengang sind die Erfolgsquote der Studierenden und die Berufsaussichten der Absolventen: Nach diesen Kriterien schneidet der Studiengang Molekulare Medizin in Erlangen sehr gut ab. Erlanger MolMeds sind gesuchte Wissenschaftler. Auch die rückblickende Bewertung des Studiums durch die Absolventen der ersten Studienjahrgänge ist - wie die Rückmeldungen zeigen - sehr positiv.

Ist Erlangen aber auch eine gute Umgebung für einen forschungsorientierten Studiengang in der Medizin? Die wichtigste wissenschaftliche Förderorganisation in Deutschland ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die ihre Mittel nur nach strengen Qualitätskritierien und harten Begutachtungen vergibt. Zu den von der DFG geförderten Einrichtungen gehören auch Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs. Die DFG veröffentlicht die Förderung der einzelnen Universitäten in einem Förderranking. Download im Internet unter:
http://www.dfg.de/ranking/service/download.html

Nach Angabe der DFG wird in der Medizin die Rangfolge der größten Empfänger von Fördermitteln von den Universitäten Würzburg, München, HU Berlin, Erlangen-Nürnberg, Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Mainz angeführt (2003). Selbst gegenüber den sehr viel größeren Universitäten München und HU Berlin (Charite) erreicht Erlangen dabei eine sehr gute Position - übrigens auch vor allen Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg.

Des weiteren wurde der Studiengang Molekulare Medizin im Jahr 2006 vom Wissenschaftsrat durchweg sehr positiv beurteilt.


Für einen forschungsorientierten Studiengang in der Medizin ist Erlangen ein sehr guter Standort mit hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten für engagierte Studenten. Zudem bietet Molekulare Medizin in Erlangen besonders im Master-Studienprogramm exzellente internationale Kooperationen an, die allen Studierenden eine internationale Ausrichtung ihres Studiums erlauben.

Werden im Studiengang Tierversuche durchgeführt?

Tierversuche sind in der Forschung unerlässlich. Fortschritte in der Medizin, wie etwa die Therapie der Zuckerkrankheit oder die Entwicklung von Impfstoffen, sind untrennbar mit der tierexperimentellen Forschung verbunden. Der Umgang mit Versuchstieren muss jedoch genehmigt werden und ist natürlich auch gesetzlich geregelt. Unser Studiengang umfasst daher auch das Fach "Versuchstierkunde".

Nähere Informationen finden sich in einer Pressemitteilung der DFG.

Gibt es eine betriebsärztliche Betreuung?

Unabhängig vom jeweiligen Studiengang (MolMed, Humanmedizin, Zahnmedizin) werden alle Studenten der Medizinischen Fakultät betriebsärztlich betreut. Dazu gehört auch das Angebot einer Schutzimpfung gegen Hepatitis, die aber bei den meisten Studenten schon vorhanden ist. Der Impfschutz ist bei allen Praktika zwingend nachzuweisen, in denen mit humanen Blutproben gearbeitet wird. 


Die Details werden vom Studiendekanat im 1. Semester erläutert.

Wie lange besteht das Studienprogramm bereits?

Der Studiengang Molekulare Medizin besteht in Erlangen seit 1999, als er als Diplomstudiengang gegründet wurde und damit der erste seiner Art in Deutschland war. Weitere Universitäten (Freiburg, Bonn, Ulm, Würzburg, Mainz, Göttingen, Hannover, Tübingen,...) haben sich am Erlangener Konzept mit viel Erfolg orientiert.

Im Juli 2004 hat der bundesweit erste Jahrgang von Molekularmedizinern seine universitäre Ausbildung in Erlangen mit der Diplomprüfung beendet. Die Absolventen dürfen seit dem 17.07.2004 den Titel "Diplom-Molekularmediziner/in" führen. Zum Wintersemester 2007/2008 wurde der Studiengang in ein Bachelor of Science/Master of Science Studienprogramm überführt. Im Sommer 2010 und 2011 haben die ersten Studierenden den Bachelor of Science Molekulare Medizin erfolgreich abgeschlossen.

Jahrgang 2004

Die ersten Diplomanden bei der Verleihungsfeier der Diplomzeugnisse

Jahrgang 2005

Der Jahrgang 2005 bei der Verleihungsfeier der Diplomzeugnisse

Jahrgang 2008

Der Jahrgang 2008 bei der Verleihungsfeier der Diplomzeugnisse

Studentischer Info-Service

Ein studentischer Info-Service ist per ICQ zumeist abends erreichbar unter der ICQ-Nummer: 104484164. Hier können Fragen von Interessenten an Studenten der Molekularen Medizin gestellt werden.